Fehler sind im Unternehmertum nicht die Ausnahme. Sie sind der Preis für Bewegung.
Gestern war ich bei der Fuck up Night in Graz als Speaker, um einen Vortrag dazu zu halten, welche Fehler man als Unternehmer machen kann, wie man damit umgeht und vor allem, wie man daraus lernt. Rund 100 Personen waren vor Ort. Insgesamt gab es vier Speaker. Auch die Kleine Zeitung war dabei.
Was solche Abende spannend macht, ist nicht die Präsentation des Scheiterns selbst. Es ist die Offenheit, mit der darüber gesprochen wird.
Unternehmertum wirkt von außen oft sauberer, als es ist
Von außen sieht Wachstum oft geradlinig aus. Gute Ideen. Erste Kunden. Mehr Sichtbarkeit. Mehr Verantwortung. Mehr Fortschritt.
In der Realität läuft es anders.
Man entscheidet zu schnell. Man priorisiert falsch. Man hält zu lange an Dingen fest, die nicht funktionieren. Oder man unterschätzt, wie wichtig Klarheit, Timing und Umsetzung wirklich sind.
Genau deshalb sind Veranstaltungen wie die Fuck up Night relevant. Sie holen Unternehmertum aus der Hochglanzperspektive und zeigen, wie es tatsächlich aussieht. Mit Fehlern, Umwegen, Druck und Lernkurven.
Vier Speaker, viele unterschiedliche Probleme
Besonders spannend war, wie unterschiedlich die Erfahrungen der einzelnen Speaker waren. Nicht jeder stößt auf dieselben Probleme. Nicht jeder löst sie auf dieselbe Art.
Genau darin lag der Wert des Abends.
Man sieht, dass Fehler nicht automatisch Rückschritte sein müssen. Oft sind sie der Moment, in dem man beginnt, klarer zu denken, sauberer zu entscheiden und unnötige Komplexität abzubauen. Wer im Unternehmertum nie aneckt, bewegt sich meistens auch nicht weit genug nach vorne.
Networking ist nur dann wertvoll, wenn Substanz im Raum ist
Es war ein starkes Networking-Event. Nicht, weil einfach viele Leute da waren. Sondern weil echte Erfahrungen im Raum standen.
Wenn Menschen offen über Probleme, Fehlentscheidungen und ihre Learnings sprechen, entsteht ein anderer Austausch. Ehrlicher. Relevanter. Nützlicher. Man nimmt nicht nur Kontakte mit, sondern Perspektiven. Und oft genau die eine Erkenntnis, die man im eigenen Weg gerade braucht.
Was man aus solchen Abenden mitnimmt
Der größte Fehler ist oft nicht die falsche Entscheidung. Der größte Fehler ist, nichts daraus zu lernen.
Unternehmertum verlangt nicht Perfektion. Es verlangt Anpassungsfähigkeit. Die Fähigkeit, ehrlich auf Fehltritte zu schauen, Muster zu erkennen und in der nächsten Runde klarer zu handeln.
Genau das war für mich der stärkste Punkt dieses Abends in Graz. Nicht die Bühne. Nicht die Zahl der Gäste. Sondern die Erinnerung daran, dass Fortschritt selten ohne Reibung entsteht.
Fazit
Die Fuck up Night am FH Joanneum war ein spannender Abend mit starken Gesprächen, ehrlichen Einblicken und rund 150 Menschen im Publikum. Vier Speaker, viele verschiedene Erfahrungen und ein gemeinsamer Nenner: Fehler sind unangenehm, aber oft der ehrlichste Lehrmeister im Unternehmertum.
Wer nur über Erfolge spricht, erzählt selten die ganze Wahrheit. Wer auch über Fehler spricht, schafft Relevanz.
Bildrechte: copyright by Chrissi Rechling
Let’s keep in touch.
Erfahren Sie mehr darüber, wie wir mit klarer Branding-Strategie, skalierbarem E-Commerce und datengetriebenem Performance-Marketing planbare Marktführerschaft aufbauen.

